"Eingeschneit" von Martin Schäfer

Copyright Bild 1 bei Martin und Verlag, Bild 2 Wikipedia, Bild 3, 4, 5 und Text bei Michael Klaus und Mavera.

"Eingeschneit" von Martin Schäfer

eine Buchrezension

 

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Ein alter Freund, den ich vor 20 Jahren in Thailand kennengelernt habe, hat ein Buch geschrieben. Er ist ein Unikum in jeder Beziehung, als er mir damals in Than Sadet von einer seiner Kolleginnen, der Angela, vorgestellt wurde als Tauchlehrer, erwiderte ich wahrheitsgemäß, dass ich das Tauchen schon spannend finden würde, wäre da nicht meine Angst vor den Haien. Sie meinte, dass Martin der Typ sei, der noch in´s Wasser Wasser lassen würde, damit die Haie endlich ankommen.

 

Wenn er von seinem Werdegang berichtet, und er ist absolut glaubhaft, dann habe ich sofort an eine Buchform gedacht oder eine Verfilmung, die Realität ist oft spannender als die Fiktion.

 

In seinem Buch „Eingeschneit“ berichtet er zum Schluss minimal von seinen eigenen Erlebnissen, minimal deshalb, sie würden sonst ein dickeres Buch füllen können.

 

Wovon handelt sein Buch? 4 Freunde, Martin´s Bruder Michael, der Tauchlehrer Andy aus Kalifornien, die Taiwanesin Li Hua und Ramona, eine Schamanin aus Guatemala treffen sich in Indien für eine Exkursion in den Himalaya.

 

Irgendwo in der Wildnis der Berge kommen die vier in einen Blizzard, einen Schneesturm und sind fast unrettbar verloren, wäre da nicht zufällig Govinda gewesen. Govinda ist ein Sadhu, Sadhu ist aus dem Sanskrit und bedeutet heiliger Mann, der aus religiösen oder eher meditativen Gründen den Winter dort oben in einer Höhle verbringt in völliger Abgeschiedenheit und ohne jede Versorgung.

 

Govinda lädt die vier zur Rettung in seine Höhle ein. Dort harren sie bis zur Wetterbesserung etwa eine Woche aus. Sie teilen sich die Arbeiten wie das Besorgen von Feuerholz, damit sie Schnee zu Trinkwasser schmelzen können und teilen den letzten Proviant sowie die eigene Körperwärme.

 

Die Zeit nutzen die fünf, um eigene Geschichten zu erzählen. Diese nehmen sie auf Band auf, die Martin von seines Bruders Nachlass erhält und für dieses Buch aufschreibt.

 

Bei diesen fünf ungewöhnlichen Menschen mit außerordentlichem Hintergrund kommen erwartungsgemäß außerordentliche Geschichten und Weisheiten aus den unterschiedlichsten Kulturen zustande.

 

Andy der Tauchlehrer erzählt aus seinem Leben und seinen speziellen Erfahrungen auch in seinem Berufsleben, Martin´s Bruder Michael referiert über seine Sicht der christlichen Religion, Li Hua aus Taiwan von der chinesischen Kultur, alles spannend.

 

Aber wer hatte schon einmal die Gelegenheit von einer mittelamerikanischen Schamanin aus erster Hand einen Bericht über den Schamanismus zu bekommen inklusive Anwendungsbereiche des psychotropen Gebräus namens Ayahuasca mitsamt einer kleinen Reise in eine andere Welt?

 

Und Govinda der Sadhu berichtet ebenso aus erster Hand von seinem Werdegang, seinen Ansichten und Weisheiten sowie Möglichkeiten.

 

Für einen Menschen wie Martin, der selbst das Unglaubliche erlebt und gemeistert hat, eine Bereicherung des Wissens, dass ohnehin vielfältig ist.

Ich selbst habe mich auch aus wissenschaftlichem Interesse mit einigen Bereichen dieser Erzählungen beschäftigt, mangels der Vielfalt dieser persönlichen Kontakte eher so aus Büchern. Gerade deshalb ist ein Bericht aus zweiter Hand mit entsprechenden Kongruenzen und damit Bestätigungen des Gelesenen sehr spannend und vervollständigend.

 

Für denjenigen, der dieses zum ersten Mal hört, wird es öfter wie Spökenkiekerei (norddeutsch für Geistseher, letzten Endes so wie Schamane) vorkommen. Die Norddeutschen benutzen den Begriff Spökenkiekerei offiziell als abwertend, nach dem Motto, klar, das glauben wir alle nicht, inoffiziell sind wir da nicht so sicher. Nur zugeben? Niemals!

 

Zusammenfassend hat Martin ein ungewöhnliches Buch geschrieben mit vielen Aspekten des Lebens, wie sie so auf dieser kleinen Erde vorkommen. Und er selbst erlebt hat.

 

Ich kenne einige seiner Freunde und überlegte oft beim Lesen, wen davon kenne ich? Einige Übereinstimmungen waren doch überzufällig. Ich habe ihn noch nicht gefragt, da er weit weg in Taiwan lebt, aha, und in Samui so einmal im Jahr einschlägt.

 

Da es sein erstes Buch ist, hat er nicht die Klasse eines Frank Schätzing, Andreas Eschbach, Michael Crichton, Gary Jennings, Dean Koontz etc.

 

Gut, die oben genannten sind meine Lieblingsautoren, die stehen mit ihrer Kunst ganz alleine oben. In der Musik ist es ähnlich, wer ist wie Bach oder Beethoven, Vivaldi? In der modernen Musik haben wir viele exzellente Musiker, aber wer spielt eine ähnliche Klasse wie mein Lieblingsgitarrist Jeff Beck? Gibt es nun mal nicht.

 

Von 5 möglichen Punkten würde ich dem Martin für sein erstes Buch 4 geben, Idee, Wissen, Geschichte sind genial, der Stil ist gut aber nicht Goethe. Ich bin gespannt auf sein nächstes Buch.

 

Was ich vergaß bislang zu erwähnen, die Berichte der fünf in der Höhle wird ergänzt durch Martin´s eigene Berichte seiner Tour durch Indien mit schönen Reisebeschreibungen, die Appetit machen.

 

Sein Buch kann man überall im Internet bestellen wie Amazon, direkt beim Verlag: www.hierophant-verlag.de für ca. 15 Euro.

 

Viel Spaß beim Lesen und eventuell Diskutieren über das Berichtete.

 

Schlagwörter Eingeschneit Martin Schäfer Sadhu Schamane Spökenkieker Ayahuasca Indien Höhle Religion Maveracream Himalaya

 

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