Wasabi, Meerrettich und Senf

Bild 1 Film, 2, 3, 4 5, 6, Wikipedia.

Copyright Michael Klaus und Mavera

Wasabi, Meerrettich und Senf

 

Was haben Wasabi, Meerrettich und Senf gemeinsam? Genau das, was sie so wertvoll in der Naturheilkunde macht.

 

Senföle sind in diesen drei Wurzeln enthalten. Ein Senföl im Senf kann man sich prinzipiell gut vorstellen, auch wenn die Geschichte der Chemie auch hier ihre unheilvollen Blüten zeigt, die wollen wir aber der besseren Stimmung wegen weglassen, denn wir sind aus gutem Grund naturheilkundlich orientiert.

 

Wasabi und Meerrettich gehören botanisch in dieselbe Klasse wie Senf (Kreuzblütler, dazu gehören auch Radieschen, Kohl etc) und haben auch eben solche Öle. Der geneigte Leser mag sich an dieser Stelle fragen, warum ich nun auf diesen Ölen so herumreite. Deshalb, weil sie Gegenstand unserer aktuellen Betrachtungen sein werden.

 

Sie sind nämlich überaus hilfreich bei uns Menschen und nebenbei lecker. Die Senföle gehören zu den ätherischen Ölen.

 

Die ätherischen Öle haben ein gemeinsames Merkmal, sie sind leicht flüchtig, verdampfen also bei geringen Temperaturen. Motorenöl verdampft bekanntermaßen auch, aber erst wenn der Kolbenring kaputt ist und das Öl über viele hundert Grad heiß wird und als schwarzer und stinkender Streifen den Auspuff verlässt. Senföle verdampfen explosionsartig, der Begriff Explosion wäre passend zum Verbrennungsmotor, bei etwa 35° C, folglich bereits in unserem Mund. Das hört sich gefährlich an, ist es, wie es so schön heißt, bei bestimmungsgemäßer Anwendung nicht.

 

Die Senföle in unseren Wurzelgewächsen gelangen zum Zwecke des Verzehrs in unserem Mund, werden erhitzt auf 37° Grad, verdampfen sofort und sind als Gase an den Schleimhäuten verfügbar. Dort entfalten sie lokale Wirkungen, bedeutet im unserem Fall desinfizierende Wirkungen gegen böse Keime und auch eine Förderung der Wasserausscheidung an diesen Schleimhäuten.

 

Von welchen Schleimhäuten reden wir überhaupt? Natürlich die, die so um den Nasen-Rachenraum sind. Da ist der Mund, die Nase mit ihren vielen Nebenhöhlen und natürlich die Lunge. Den Rachen habe ich einmal zum Mund gezählt.

 

An diesen Stellen wird durch die örtliche Wirkung der Senföle der böse Keim wie z.B. die berüchtigte Schnupfenkopfschmerzbazille stark gehemmt in ihrer Wirkungsweise und gleichzeitig die Flüssigkeitsausscheidung kräftig gefördert.

 

Bezogen auf einen satten Schnupfen mit Beteiligung der Nasennebenhöhlen, was auch mal arg weh tun kann, bedeutet dieses, die Keime sind fast weg und der Schnodder als Keimreservoir wird weggespült, ist also auch wenn nicht weg, aber weniger. Und hier ist für uns Menschen weniger mehr. Weniger Schleim und mehr gutes Lebensgefühl.

 

Das gleiche gilt für die Lunge. Im Fall der Lunge wirken die Senföle gegen die Bronchitiden, Lungenentzündungen aller Art, auch gegen die Tuberkulose. Und vielleicht auch gegen mehr Krankheiten wie Krebs. Wenn denn vorbeugend.

 

Als kleiner interessanter Einschub ist zu erwähnen, dass genau hier auch der Grund für die Schärfe im Geschmack unserer Kreuzblütler begründet ist im Gegensatz zu der Schärfe des Pfeffers. Senföl wirkt lokal desinfizierend und wassertreibend aber auch reizend. Das empfinden wir als Schärfe. Pfeffer, Chilli und Verwandte sind aus einem ganz anderen Grund scharf. Sie haben Capsaicin, das bindet an Rezeptoren, erregt diese und das empfinden wir als scharf und heiß. Die Rezeptoren gewöhnen sich daran und zeigen mit der Zeit bei derselben Menge an Chilli weniger Schärfe an. So kann man viel Chilli essen ohne immer nach Luft zu japsen. Senföle wirken nicht über Rezeptoren, keine Gewöhnung, immer scharf. Da, wo keine Rezeptoren für das Capsaicin sind, wirkt Chilli auch nicht scharf. So habe ich meinen Nachbarhund beobachtet, eine englische Bulldogge, wie er vom Tisch schärfste Salate gemopst hat und ohne mit der Wimper zu zucken aufgefuttert hat. Als die Salate dann wieder rausgekommen sind am anderen Ende der Leitung, da hat er sicher etwas gespürt. Das war eigentlich amüsant, vor allem, wenn man das selbst schon kennt.

 

Capsaicin vom Chilli ist fett- und alkohollöslich aber nicht wasserlöslich. Will man im Mund die Schärfe etwas mildern, nützt Wasser nix, aber Fett und wenn es gar nicht anders geht, Alkohol. Es heißt so schön, das Alkohol keine Lösung ist, aber Wasser übrigens auch nicht.

 

 

Das waren die örtlichen Wirkungen der Senföle. Dadurch, dass sie im Mund bereits komplett gasförmig sind, werde sie gut von den Schleimhäuten aufgenommen in die Blutbahn. Dort lösen sie sich auf in das Blut, werden körperweit durchspült und gasen wie gewohnt schnell aus und werden an neuer Wirkstelle wirksam.

 

Diese Wirkung sieht man gut an den Harnwegsorganen. Ein Harnwegsinfekt, Blasenentzündung oder Nierenbeckenentzündung macht sich aufdringlich bemerkbar.

 

Das letzte Drittel der Harnröhre ist bei jedem stark bakteriell besiedelt, dahinter, also Richtung Harnblase, Harnleiter und Niere sollte es steril, heißt komplett keimfrei sein. Um diesen Zustand der seligen Keimfreiheit zu erhalten, reicht es immer, diese Wege gut zu spülen.

 

Spült man nicht, dann wandern die Keime von außen nach innen in die Harnblase, die die Keime gar nicht willkommen heißt. Die Harnblase reagiert so, wie sie es nicht anders kann und wie es einzig sinnvoll ist, mit vermehrten Spülungen, vom Menschen als unerwünschter Harndrang bemerkt.

 

Leider ist ein häufiger Effekt beim Menschen der, dass er denkt, ich muss häufig Wasser lassen, also trinke ich weniger. Dies ist genau falsch rum gedacht. Da der Körper vermehrt spülen will, sollte man ihm das Grundwerkzeug dazu zur Verfügung stellen. Viel trinken.

Link zu unserem Artikel über das richtige Trinken.

Die Keime, die dann unerwünscht hoch gewandert sind, werden dann mechanisch runtergespült und sind dort, wo sie hingehören. Weit weg von gefährlichen Orten.

 

Hat man mal einen Harnwegsinfekt mit den entsprechenden Symptomen, wie häufigem Wasserlassen, Schmerzen in dieser Region, nutzt als erste Maßnahme sicher das kräftige Durchspülen, also trinken was das Zeugs hält. Es gibt sogar wissenschaftliche Studien, die belegen, dass ein gewisser Hopfenanteil vorteilhaft ist.

 

Gut wirksam sind gegen Harnwegsinfekte immer die Senföle. Die sind im Blut, werden an alle Stellen hingespült und werden dort wie oben beschrieben wirksam.

 

Die Harnblase ist etwas komplizierter aufgebaut, als man sich so vorstellen mag, sie hat viele Verästelungen und damit tolle Verstecke für Keime. Selbst bei einer Antibiotikagabe können nicht alle bösen Keime erwischt werden. Die überleben und machen bald wieder Ärger. Auch wenn die ursprüngliche Symptomatik des Harnwegsinfektes wie häufiges Wasserlassen schnell und sicher verschwinden, um dann warum auch immer, wieder zu kommen.

 

Bei einer regelmäßigen Senfölapplikation oder anders gesagt vielem Essen von Meerrettich und ähnlichem, werden die bösen Keime zielsicher eliminiert, sind weg und man geht seltener auf die Toilette.

 

Bei allen anderen Erkrankungen der Organe wirken die Senföle adäquat. Im größten Organ im Inneren, dem Darm, sicher auch interessant, dass die bösen Keime einfach beseitigt werden. Was weniger Darminfektionen bedeutet. Und so weiter.

 

Es ist bei der Anwendung dieser Wurzeln etwas Vorsicht geboten. Wie gesagt, der Anteil ätherischer Öle verdampft explosionsartig. Anders gesagt, man nimmt das in den Mund und sofort ist die Wirkung da. Und diese Wirkung ist zumindest bemerkenswert.

 

Um einmal aus dem Leben zu berichten, als ich unwissend das erste Mal Wasabi gegessen habe, habe ich so viel Wasabi auf meinen Bissen getan als wenn es Sahnemeerrettich wäre. Also ziemlich viel. Das war ein Schock. Ich dachte, jetzt sterbe ich, das kann man ja gar nicht überleben. Die Schädeldecke hob sich gefühlt ziemlich hoch und ich japste nach Luft. Gut, nach 20 Minuten war dieser Anfall vorbei, aber wer weiß.

 

Seitdem kann ich die Dosis an Wasabi vernünftig einsetzen. Ein kleiner Hauch genügt. Meerrettich hat ähnlich viele Senföle, ist aber meist verdünnt als Sahnemeerrettich auf dem Markt und bei Senf gibt es ohnehin viel Unterschiede.

 

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Kommentare: 10
  • #1

    Mavera (Freitag, 14 Februar 2014 14:07)

    Wasabi, Meerrettich und Senf sind gut zur Gründüngung geeignet. Weil sie über Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft in den Biden einbringen.
    Und zur Biofumigation. Die Senföle vertreiben Schädlinge.
    Also weniger C-Waffen als Pflanzenschutzmittel getarnt in der Landwirtschaft notwendig. Und keine Resistenzen absehbar.

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